Selbstverteidigung mit Praxis und Spiel

Als Frau beschäftige ich mich seit jeher damit, wie man sich gegen Übergriffe schützen und im Ernstfall handeln kann. Als Kung-Fu-Lehrerin erweitere ich mein Wissen kontinuierlich und sammle Impulse aus unterschiedlichen Quellen. Denn nur Kampfkünstlerin zu sein hilft nicht.

In dem Quan Dao Kung Fu Verein, aus dem ich meine Kampfkunsterfahrungen gesammelt habe, habe ich die Basis für Techniken von Schlägen und Kicks über Drängeln und Rangeln bis hin zum Schreien gelernt – immer verbunden mit Präsenz, Haltung und Wahrnehmung.

Eigentlich legt Quan Dao den Schwerpunkt auf weiche, spielerische und künstlerisch choreografierte Bewegungen. Klassische Selbstverteidigung ist hier nicht automatisch enthalten, aber jede Lehrerin entwickelt ihren eigenen Weg. Inspirierend für mich waren unter anderem meine Quan Dao Kollegin Ulricke Klöppel aus Berlin und die Wendo-Lehrerin Inga Majefski aus Bremen. So wie meine favorisierte Fachliteratur wie „Mit mir nicht!“ Sunny Graff und „Frauen macht“ von Marion Knaths . Meine Theaterpädagogik-Erfahrung fließt ebenfalls ein:  selbstverteidigung bedeutet auch, sich mit dem nahen Umfeld auseinanderzusetzen – mit Freunden, Familie also durch Gespräche, um sich aus brenzligen Situationen herauszubewegen. Rollenspiele sind daher auch ein Part der immer mit einfließt. Denn auf der „kleinen Bühne“ spiegelt sich das Kribbeln wider, das auch im Alltag entsteht, wenn wir für uns selbst einstehen.

So entsteht ein Training, das Bewegung, Kreativität und praktische Selbstverteidigung- vielleicht mehr als Selbstbehauptung verstanden werden kann. In meinem Kurs geht es ums Ausprobieren, Forschen und Spüren – jede*r kann eigene Wege im Umgang mit Körper und Präsenz  entdecken.

Dieser Workshop ersetzt keine professionellen Selbstverteidigungsprogramme wie Wendo oder Krav Maga. Er bietet dafür einen kreativen, körperlich-spielerischen Zugang, der Handlungssicherheit, Aufmerksamkeit und Selbstvertrauen stärkt.